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Raspberry Pi Colocation

Raspberry Pi Auf der Suche nach einem neuen vServer bin ich durch den Tipp eines netten Kollegen auf pcexteme.nl aufmerksam geworden. Diese Holländer bieten (bzw. boten) doch tatsächlich das kostenlose colocaten von Raspberry Pis an. Dazu verpackt man einfach einen Pi samt Gehäuse und schickt ihn nach Holland. Mein Pi war dann auch tatsächlich nach wenigen Wochen online und wird jetzt für 12 Monate kostenlos colocated, also dort im Rechenzentrum untergebracht und mit Strom und Internet versorgt.

Debian und ARMv6

Im Pi tickt ein ARMv6 Prozessor. Darauf Debian zu betreiben ist kein Problem. Könnte man meinen. Doch leider unterstützt der standard ARM-Port (Debian armel) keine Hard-Float-ABI, was zu ziemlich bescheidener Performance auf dem Pi führen würde. Seit Wheezy existiert ein weiterer, offizieller ARM-Port (Debian armhf), welcher die Hard-Float-ABI unterstützt, dummerweise aber nur mit ARMv7 Prozessoren funktioniert. Aus diesem Grund wurde das Raspbian Projekt ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um einen (inoffiziellen) Debian armhf Port, für den ARMv6 Prozessor des Raspberry Pis kompiliert.

Der Pi als Web- und Mailserver

Dieser Blog wird bereits auf einem Pi gehostet. Da die Seiten alle als statisches HTML vorliegen, hat der nginx keine Probleme mit der Auslieferung. Auch Postfix und Dovecot funktionieren mit ein paar E-Mail-Accounts problemlos. Mal sehen, wie er sich im Langzeittest schlägt.

Colo bei pcextreme.nl

Klar, nichts ist umsonst, und so kostet die Colocation nach den ersten 12 Monaten wohl eine monatliche Gebühr von 3,- Euro. Support, Erreichbarkeit und Anbindung ist bisher gut, nur können noch nicht alle PIs per Webinterface rebootet werden. Hierzu ist aktuell das Erstellen eines Support-Tickets nötig. Doof nur, dass diese nur von Montag bis Freitag bearbeitet werden. Man sollte also nicht unbedingt an einem Samstag am Server rumspielen, wenn darauf ein wichtiger Dienst läuft ;)

Geschrieben am Donnerstag, 31. Oktober 2013 und abgelegt unter Linux.